Gifhorner Rundschau - Freitag, 03.01.1975

Leben herrscht in der kleinen Werkstatt, die sich die Schiffsmodellbauer in der Königsberger Straße 2 bei Mitglied Fritz Walter einrichteten. Eine Notmaßnahme, da die Räumlichkeiten beim Aller-Ohre-Verband dem Klub nun doch nicht zur Verfügung gestellt werden. Die nahe Ausstellung zwingt zu der Maßnahme.                                                                                                                                                            Foto: Förster
Schiffsmodellbauer übten Selbsthilfe
Polizeiboot bereits in Arbeit - Demnächst eine interessante Ausstellung

   Der Gifhorner Schiffs-Modell-Club (SMC) ist noch jung. Sehr jung sogar. Gerade drei Modelle alt, da hat er sich schon eine eigene, wenn auch kleine Werkstatt eingerichtet. In der Königsberger Str. 2 wurde im Nebenraum einer Garage bei Fritz Walter die "Feuertaufe" vorgenommen.

Schiffes bekommen, das vielleicht im Sommer wieder auf dem Schloßsee aufkreuzen wird, funkferngesteuert, meinte der SMC-Vorsitzende.

   Als eine Notmaßnahme bezeichnete SMC-Vorsitzender Werner Maske die Inbetriebnahme in dem kleinen Raum, der speziell für die Jugend hergerichtet worden sei, die mit sieben Mitgliedern schon Leben im Verein entwickelt, das nicht gebremst werden soll. "Wir sollten beim Aller-Ohre-Verband im Anglerweg einen Raum bekommen. Aus dem wurde plötzlich nichts", sagte Werner Maske enttäuscht. Aus betrieblichen Gründen benötigte der Verband die Räumlichkeiten selbst wurde als Begründung angegeben und das gegebene Wort zurückgenommen.
   Die Hoffnung, einmal einen größeren Raum für die Jungens zu finden, hat der Schiffs-Modell-Club noch nicht aufgegeben. Schließlich müssen ja auch die Arbeitsgeräte wie Dekopiersäge, Handwerkszeug und vor allem die erbauten Modelle Platz finden. Mit der Zeit würde der kleine Raum in der Königsberger Straße aus den Nähten platzen.
   Im März gehen die Schiffsmodellbauer wieder an die Öffentlichkeit. Nach der Bootsschau im August auf dem Schloßsee, bei der über 3000 Zuschauer angelockt worden waren, findet diesmal eine Bootsaustellung statt. Am 16. März im Gifhorner Bürgerschützensaal.
   Werner Maske rechnet mit mindestens 300 Booten. Vielleicht werden es auch 500, frohlockte Maske. Dann werden auch die Arbeiten der Jugendgruppe zu sehen sein, die bei Fritz Walter unter der Leitung von Heinz Döring arbeitet. Ein Polizeiboot, 1,20 Meter lang und funkferngesteuert, wird produziert. Das sei die erste gemeinsame Arbeit. Weitere größere

Modelle liegen im Bauplan.
   Die SMC-Mitlgieder kommen mit 25 Booten in die Größenordnung zwischen 50 Zentimetern und 2,20 Meter Länge zur Ausstellung. Weitere Klubs aus Braunschweig, Wolfsburg, Helmstedt und Hannover haben ihre Teilnahme zugesagt. Von der Roharbeit bis zum fertigen Modell wird der Querschnitt der Schau sein. Vor allem bei den Roharbeiten sollen die Besucher einen Einblick in die Funktion eines

   Wenn der junge Verein mit 20 Mitgliedern nicht so stark expandiert wie vielleicht ein Sportverein, so liegt das an seiner spezifischen Lagerung: der Bastelei. Deshalb wollen sie gerade die Jugend ansprechen, die ab zehn Jahre Mitglied im Verein werden kann. "Ohne Aufnahmegebühr bei einem monatlichen Mitgliedsbeitrag von einer Mark", sagten die Mitglieder, die bei Inbetriebnahme der bescheidenen Werkstatt dabei waren.                                                      -fr.